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Rhapsody in school

080801_steckel1„Ich habe euch wieder bei etwas angemeldet.“, begrüßte uns Frau Palm. Dass die Begeisterung seitens der Schüler eher verhalten war, mag an der nächtlichen Uhrzeit (7.15Uhr) gelegen haben. Nun denn, der Musikkurs der Stufe 12 und die Klasse 9c würden im Rahmen des Schumannfestes ein Konzert in der Tonhalle besuchen. Anschließend würde der Solist, der Cellist Julian Steckel, die Schule besuchen, etwas vorspielen und Fragen beantworten. 

 

Wir trafen uns also am 16. Mai abends in der Tonhalle. Nachdem es im Vorhinein noch einige Unklarheiten hinsichtlich des Programms gegeben hatte – die Internetseiten von Tonhalle, Schumannfest und die des Solisten boten da recht unterschied - konnte das Konzert beginnen. Zuerst spielten die Düsseldorfer Symphoniker unter der Leitung von Gregor Bühl und nicht, wie ursprünglich geplant,  Heinrich Schiff, „Le tombeau de Couperin“ von Ravel. 080801_steckel2

Danach spielte Julian Steckel gemeinsam mit den Symphonikern das Cellokonzert in a-Moll von Robert Schumann. Ziemlich beeindruckend war, dass der Cellist das gesamte Konzert auswendig spielte und noch nicht einmal für den „Notfall“ eines Blackouts die Noten vor sich hatte. Schumann setzt in dem Konzert das Orchester zum größten Teil nur als Begleitung des Cellos ein, welches sehr viele schnelle Läufe zu spielen hat.

Nach der Pause folgte, ebenfalls von Schumann, die 2. Symphonie in C-Dur. Da wir im Vorhinein im Unterricht über den Komponisten und einige seiner Stücke gesprochen hatten, wussten wir, dass hier zwei Grundcharaktere auftauchen. Nämlich ein fröhlicher und ein trauriger. Schumann soll diese Symphonie komponiert haben, um sich von seiner Depression zu heilen. Trotzdem klang das Konzert nicht depressiv…

Am darauf folgenden Montag besuchte Julian Steckel dann mit seinem Cello das Annette-Gymnasium. Außerdem war noch die Initiatorin des Projektes „Rhapsody in School“  sowie einige andere Personen, die in irgendeiner Weise mit dem Projekt oder dem Schumannfest in Verbindung standen, da. Nachdem der Cellist uns zunächst einen Satz aus einer Suite von Johann Sebastian Bach vorgespielt hatte, konnten wir ihm Fragen stellen. Diese wurden alle ehrlich und humorvoll beantwortet, sogar die Frage, warum er beim Spielen immer so komisch mit dem Kopf wackele. Dies sei, so der Künstler eine Frage der Konzentration. Dann erklärte uns der Musiker den Aufbau seines Instruments und zeigte, was für unterschiedliche Stile man auf einem Cello spielen kann.

Zum Abschluss des Besuchs hatten wir noch die Möglichkeit uns ein Autogramm geben zu lassen. Das Fazit der Schüler: „Bei so einem Projekt machen wir gerne noch einmal mit.“

Marit Bernhardt, JGS 12 

 

Bericht von Charlotte Kulka, 9c: 

"Am 16. Mai besuchten die Klasse 9c und der GK 12 Musik mit Frau Palm das Schumannfest, wo die Düsseldorfer Symphoniker und der Solist Julian Steckel (Violoncello) spielten. Aufgeführt wurden das Cellokonzert und die 2. Symphonie von Robert Schumann und  „Le tombeau de Couperin“ von Maurice Ravel. Anlass dieses Besuches war das Projekt „Rhapsody in school“, welches Schüler an die klassische Musik heranführen soll. Teil dieses Projektes war auch der Besuch von Julian Steckel an unserer Schule, der am 19. Mai stattfand. Hierbei hatten die Schüler die Möglichkeit, einen Einblick in das Leben eines Berufsmusikers zu erhalten und Fragen zu stellen. Viele erstaunt hat wohl, dass der 26-jährige Julian Steckel, der bereits zahlreiche internationale Preise gewann, mit 5 Jahren begonnen hat Cellounterricht zu nehmen und, dass er beinahe jeden Tag 3 bis 5 Stunden übt.  Die Unterhaltung verlief sehr locker und informativ und wurde mit Ausschnitten aus verschiedenen Cello-Stücken begleitet. Allgemein waren die Schüler von dem Projekt „Rhapsody in school“ positiv überrascht und auch von dem Solisten Julian Steckel begeistert."

 

 

Bilder von www.juliansteckel.com
Fotografin: Kerstin Probst


 

 
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