3. Dezember: Herr Welling fertigt sich seinen Tannenbaumschmuck selbst

Ihr kennt doch die Chemiker: auch zur Weihnachtszeit muss es zischen und qualmen. Herr Welling hat sich in diesem Jahr nicht die Mühe gemacht und hat Kugeln im Geschäft gekauft, sondern braut sich seine selbst zusammen.

Er zeigt euch hier, wie er das Experiment durchführt, aber für den Hausgebrauch bei euch daheim mit dem Chemiebaukasten ist das vielleicht doch etwas gefährlich. Unter Umständen fragt ihr mal Herrn Welling, ob er das mit euch gemeinsam im Chemieunterricht durchprobiert.

Beim Versuch handelt es sich um die Silberspiegelprobe. Es wird an der gläsernen Gefäßwand eine haftende kristalline Schicht aus Silber erzeugt. Diese ist deswegen anhaftend, weil die zunächst zugegebenen Silberionen (positive Ladung) am Glas adsorbiert werden.

Als Reaktionspartner dient eine Glucoselösung (Magnetrührer).
Es kommt zu einer Elektronenübertragung von der Glucose (Reduktionsmittel) zu den Silberionen (Oxidationsmittel).

Um die Reaktion vernünftig ablaufen lassen zu können, muss diese in alkalischer Umgebung stattfinden. Da aber die bloße Zugabe von Hydroxidionen (charakteristische Teilchen in alkalischen Lösungen) zur Bildung von schwer löslichen Silberhydroxid (schwarz/braun) führen würde und somit die für den Silberspiegel nötigen Silberionen aus der Lösung verschwänden, gibt man zusätzlich ausreichen Ammoniak (beißender Geruch) zu dem Gemisch. Dies hat den Effekt, dass die Silberionen wieder in Lösung gehen – diesmal in einem Silberdiaminkomplex. Da sie nun frei beweglich sind, können sie zur Gefäßwand gelangen und dort nach Elektronenaufnahme die Silberspiegelschicht vervollständigen.

Und? Habt ihr alles verstanden? 🙂 

Kleiner Tipp: Morgen könntet ihr vielleicht erfahren, welche Möglichkeiten es noch gibt, sich seine Weihnachtsdeko selbst zu gestalten.

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