Es ist wieder Fastenzeit. Viele Christen verzichten bis Ostern auf bestimmte Lebensmittel (z.B. Fleisch oder Süßigkeiten) und bei den Muslimen hat der Fastenmonat Ramadan begonnen, in dem man zwischen Sonnenaufgang und -untergang nichts isst und trinkt.
Wir möchten eine andere Art von Fasten vorschlagen: Digitalfasten oder Digital Detox. Dabei geht es darum, das Smartphone, das Tablet oder den Computer einfach mal weniger zu nutzen als üblich.
Wie könnte das konkret aussehen?
Tipps für das Digitalfasten
- Behalte deine Bildschirmzeit im Blick. Dafür gibt es Apps, die die Bildschirmzeit dokumentieren. Du kannst manchmal auch selbst Zeitlimits für deine Apps festlegen, so dass du bei deinem liebsten Onlinespiel nicht komplett die Zeit vergisst.
- Schaffe dir Offline-Rituale: es bietet sich z.B. an, dass alle beim Essen ihre Handys weglegen. Oder du triffst deine Freunde und ihr versucht gemeinsam, das Handy nicht zu nutzen.
- Lege Smartphone-freie Orte für dich fest. Hier ist z.B. das Bett eine gute Idee, denn Smartphones stören erwiesenermaßen den Schlaf. Auch am Schreibtisch beim Arbeiten sollte das Handy nicht dabei sein.
- Versuche, dem sozialen Druck zu entkommen und antworte nicht immer sofort auf alles!
- Überlege dir schöne Dinge, die du stattdessen machen möchtest – vielleicht wolltest du schon lange mal ein neues Hobby ausprobieren und hattest nur keine Zeit??
Gründe für das Digitalfasten
- Die übermäßige Nutzung digitaler Medien bringt folgende Gefahren mit sich: Smartphones können das Gehirn verändern und z.B. den Verlust unserer Konzentrations- oder Empathiefähigkeit auslösen. Auch depressive Verstimmungen können durch Social Media ausgelöst werden.
- Die Forschung zeigt, dass die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen bereits sinkt, sobald sich ein Smartphone auch nur in Sichtweite befindet. Schon bei dem Versuch, sich von dem Gerät nicht ablenken zu lassen, ver(sch)wendet das Gehirn einen beachtlichen Teil seiner Leistung.
- Der ständige Blick auf das Smartphone, das unkontrollierte Surfen im Netz usw. lenken ab. Man arbeitet effizient, wenn man ungestört arbeitet.
- Auch ständige Kontextwechsel, etwa beim Empfangen und Versenden von Messenger-Nachrichten, können zu Konzentrationsproblemen und digitalem Stress führen.
- Fomo (Fear of missing out): Die Angst, Informationen, Nachrichten, Erfahrungen usw. zu verpassen, treibt viele an, ständig online zu sein. Das kann zu einer Handy-Sucht führen.
- Viele sitzen inzwischen bis zu 70 Stunden die Woche vor Bildschirmen, und jeder von uns sollte sich die Frage stellen, ob man wirklich auf der Welt ist, um sein Leben am Handy zu verbringen – oder ob es da nicht mehr gibt.
Positive Auswirkungen von Digital Detox
- Digital Detox unterstützt die mentale Gesundheit und kann zu besserem Schlaf führen, die Aufmerksamkeitsfähigkeit verbessern und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen verbessern.
- Man lernt, das eigene Nutzungsverhalten kritisch zu betrachten, denkt über das digitale Wohlbefinden nach und setzt digitale Geräte wieder bewusster ein.
Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!
Für die Annette-Medienscouts:
Marlene Böttcher (EF), Frau Welter und Frau Drüke
