Individuelle Förderung

Bei uns wird individuelle Förderung als ganzheitliches Konzept verstanden. So wollen wir in besonderer Art mit den Stärken und Schwächen sowie der Vielfalt der Interessen unserer Schüler/innen umgehen. Dies versuchen wir durch unterschiedlichste Maßnahmen zu realisieren.

Stärken fördern und Vielfalt als Chance nutzen
  • Durch die Kooperation mit dem CCB – Competence Center Begabtenförderung unterstützen wir Hochbegabte in ihrer kognitiven und sozialen Entwicklung.
  • Im Rahmen des Drehtürmodells können sehr leistungsfähige Schüler an eigenen Projekten an Stelle des eigentlichen Fachunterrichts arbeiten und werden hierbei von Mentoren betreut und unterstützt.
  • Unser sehr breites AG-Angebot bietet unseren Schülern in fast allen Bereichen zusätzliche Angebote, sodass sie hier ihren unterschiedlichen Neigungen und Interessen entsprechend aktiv werden können.
Defizite erkennen und beheben
Individuelle Förderung ist bei uns wesentlich durch drei Säulen gekennzeichnet:

  • das Bemühen, die jeweilige Lernausgangslage, den Lernstand und Lernbedarf der Schüler/innen zu ermitteln → Diagnose
  • die darauf aufbauende konzeptionell geleitete Unterstützung und Begleitung des Lernens und hierfür geeignete eigene Förderangebote → Förderung
  • die Dokumentation und Auswertung der Fördermaßnahmen, um die Weiterentwicklung der Förderkonzepte voranzutreiben → Evaluation
Für die Diagnose von Lernproblemen in einem Fach sind Klassenarbeiten und Tests immer noch ein wichtiges Instrument. Die hieraus gewonnenen Kenntnisse nutzen die Fachlehrer zum einen für die Einteilung der Schüler/innen in Fördergruppen. Gute Schüler/innen haben hier die Möglichkeit z.B. im Rahmen der English Drama Group ihr Englisch noch weiter zu verbessern. Schüler/innen, die Defizite in Englisch haben, werden hier zur selben Zeit in kleineren Lerngruppen im Rahmen einer Förderstunde von einem Fachlehrer unterstützt.

Schüler helfen Schülern
Schüler helfen SchülernZum anderen bieten wir das Tutorenprogramm Schüler helfen Schülern an. Hier werden die diagnostizierten Defizite durch die Fachlehrer an einen geeigneten Oberstufenschüler weitergeleitet, der mit einer kleinen Schülergruppe (2-5 Schüler) diese Defizite aufarbeitet.
Projekt: „Das ist gut für mich“

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 führen wir an unserer Schule halbjährlich das Projekt „Das ist gut für mich!“ durch. Es handelt sich hierbei um ein von der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster entwickeltes und bereits an mehreren Schulen erprobtes Projekt zur individuellen Förderung. Es richtet sich an unsere Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 und 8. Die Teilnahme ist freiwillig; die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Wir möchten unseren Schülern in diesem Projekt zeigen, wie sie selbst für ihren Lernfortschritt sorgen und wie sie ihre Zufriedenheit in der Schule verbessern können. Dies gelingt, indem sie sich ihrer und Stärken und Fähigkeiten bewusst werden, diese ausbauen und ihre Schwächen überwinden – also herausbekommen, was ihnen gut tut.

Dazu werden individuelle Unterstützungsmaßnahmen (z. B. Lernmethoden, Selbstregulationsstrategien) für jeden Schüler erarbeitet. Zudem zielt das Projekt auf die Förderung der Urteilsfähigkeit.

Die Projektteilnehmer werden in Kleingruppen (maximal vier Schüler) von Lehramtsstudierenden der Bergischen Universität zu Wuppertal betreut, die an unserer Schule ihr Praxissemester absolvieren. Diese Kleingruppen treffen sich ca. zehnmal wöchentlich in der Schule. Die Termine für die Treffen kann jede Gruppe individuell festlegen; die Treffen sollten aber direkt im Anschluss an den Unterricht bzw. zeitgleich zu den fakultativen Lernzeiten stattfinden. Eingerahmt werden die wöchentlichen Treffen von zwei Blockveranstaltungen: eine zum Projektstart und eine als Projektabschluss.

Für weitere Fragen zu unserem Projekt stehen Benedict Viktor und Iris Reifers als Ansprechpartner zur Verfügung.

Drehtürprojekt
Besonders begabten Schülerinnen und Schüler, die im Schulalltag unterfordert sind, bieten wir die Teilnahme am Drehtürprojekt an. Im Rahmen dieses Projektes dürfen diese Schülerinnen und Schüler nach einem entsprechenden Beschluss der Klassenkonferenz selbstständig an einem Projekt ihrer Wahl arbeiten. Die Bearbeitung selbst gewählter Themen soll den Schulalltag abwechslungsreicher und reizvoller gestalten. Dabei erwerben die Schüler/innen frühzeitig Schlüsselkompetenzen, indem sie z.B. lernen, ihren Arbeitsprozess weitgehend selbstständig zu organisieren, sich mithilfe verschiedener Medien Informationen zu beschaffen und ihre Ergebnisse in geeigneter Weise zu präsentieren. In Absprache mit den Fachkollegen, Schülern und Eltern werden Fächer festgelegt, in denen die Schüler/innen aufgrund ihrer bisherigen guten Leistungen den Unterricht verlassen können, um in unserem Selbstlernzentrum an ihren Projekten zu arbeiten. Während des Projektes werden die Schüler von einem Lehrer in der Funktion eines Mentors betreut.
Für die erfolgreiche Integration eines umfassenden Konzeptes zur individuellen Förderung seiner Schüler/innen in den schulischen Alltag erhielt das Annette-Gymnasium das Gütesiegel „Individuelle Förderung”. Damit gehört unser Gymnasium zu den etwa sieben Prozent der ausgezeichneten Schulen in NRW. Das Siegel bescheinigt Schulen im Bereich der Individuellen Förderung hohe Qualitätsstandards. Über die Wertschätzung dieser Arbeit freuen wir uns sehr.Gütesiegel: Individuelle Förderung