Workshop der 9c zu jüdischem Leben und gegen Antisemitismus

7. Mai 2026 | Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Eltern, Veranstaltung

Antisemitismus – der Hass bzw. die Feindlichkeit gegen Menschen, die dem Judentum angehören. Dieser hat die deutsche Geschichte geprägt. Man könnte denken, Antisemitismus wäre nicht länger problematisch, doch diese Annahme ist falsch.

An den jüngsten Geschehnissen, u. a. zu Israel, dem Land mit der einzigen Flagge mit einem Davidsstern, wird Antisemitismus präsenter.

Und genau um diesem Thema bereits im jungen Alter bewusst zu werden, bieten die „Bürger Europas“ Workshops in Schulen an, die einem spielerisch das Judentum, die Hintergründe, Ursachen und Straftaten von Antisemitismus erklären.

An solch einem Workshop zum Thema „Extremismus, Rassismus und Diskriminierung“ haben wir als Klasse 9c im Rahmen unseres Politikunterrichts bei Herrn Gropper teilgenommen.

Die Moderierenden Nina Coenen und Sami Alkomi waren am 22. April diesen Jahres in unserer Klasse und hielten ihren Workshop ab. Obwohl sie beide nicht jüdischen Glaubens sind, ist ihnen das Thema sehr wichtig.

Nina und Sami boten uns, sobald der Workshop startete, das Du an, sodass man sich auf einer weniger formellen und eher ausgeglichenen Basis begegnete. Auch durch ihre energiereiche Art, die die beiden an den Tag legten, fühlte man sich deutlich mehr einbezogen als sonst. Zu bedenken ist auch, dass das Team bereits ca. dreihundert Mal diesen Workshop abgehalten hat.

Der Workshop war so aufgebaut, dass Nina und Sami etwas erklärten, anschließend gab es ein Quiz, bei dem man mit einem kleinen fernbedienungsartigen Gerät abstimmte. Zur Belohnung gab es Preise, wie Bücher, eine Leselampe, ein Mäppchen, aber auch Cookies. Für Fragen, bei denen nicht abgestimmt wurde, gab es auch Süßigkeiten, wie etwa koschere „MAOAMs“ und „Nimm-2-Bonbons“.

Die Themen des Workshops waren vielfältig: Zunächst ging es um das Judentum in Bezug auf den Aufbau der Religion, über Gründe für diverse Regeln bis hin zur Diskriminierung gegen jüdische Glaubensanhänger/-innen. Abschließend wurde die historischen Hintergründe zum Nahostkonflikt erläutert.

Wussten Sie, dass „Tempo-Taschentücher“ und „Aspirin“ von Juden entwickelt und erfunden wurden? Und dass 20% der Nobelpreisträger (z.B. Albert Einstein) jüdisch sind bzw. waren, obwohl nur 0,2% der Weltbevölkerung jüdisch ist? Solche Fakten haben wir unter anderem auch erfahren.

Schmeckt das? Wasser und Gerste zusammen – Matze. Ja, tut es. Und zwar erstaunlich gut. Das Team brachte eine Packung mit ungefähr zehn Stück mit, von denen zwei bereits nach einmaligem Herumgeben aufgegessen waren. Danach fragten wir als Klasse nach weiteren Matze-Scheiben und aßen alle auf. Sie waren köstlich.

Nach einer Reflexionsrunde in unserer Klasse in der anschließenden Politikstunde, stellte sich heraus, dass wir einiges bereits durch unsere intensive Auseinandersetzung mit dem Thema im Geschichts- bzw. Deutschunterricht bei Frau Lehmkühler, in Bezug auf die NS-Zeit und insbesondere Lilli Marx, zu deren Leben wir ein Theaterstück recherchiert und geschrieben haben, wussten. Dennoch nahmen wir einiges mit. Beispielsweise, dass die jüdische Religion bei der Geburt von der Mutter weitergegeben wird, sofern sie zu diesem Zeitpunkt jüdisch ist.

Alles in allem kamen wir zu dem Schluss, dass wir den Workshop toll fanden und ihn weiterempfehlen. Hiermit bedanke ich mich nochmals im Namen unserer Klasse bei Nina, Sami und Herrn Gropper, der uns diese Erfahrung ermöglichte.

– Talia Aydin