Besuch des Musicals: Die weiße Rose

24. Juni 2026 | Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Ehemalige, Eltern, Fahrten und Exkursionen

Am Freitag, den 19. Juni haben die Klassen 8b und 9c gemeinsam mit unserer Klasse, der 9d, das Musical „Die Weiße Rose“ im Capitol Theater besucht.

Die „Weiße Rose“ war eine Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg. Alexander Schmorell und Hans Scholl gründeten sie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, um die Bürgerinnen und Bürger über die schlimmen Ereignisse zu informieren, die sich täglich abspielten, ihnen die Augen zu öffnen und um ihnen Mut zu machen, zu handeln. Dies machten sie mithilfe von 5 Flugblättern, die später nicht nur in Teilen Deutschlands verbreitet wurden, sondern deren letztes Flugblatt sogar bis nach England gelangte. Die „Weiße Rose“ wollte, dass sich die Menschen gegen Hitlers Pläne stellten.

Kurz nach der Gründung schlossen sich weitere Mitglieder, u. a. Sophie Scholl, Christoph Probst, Willi Graf und ihr Professor Kurt Huber an. Alle Mitglieder studierten bzw. lehrten an der Ludwig-Maximilian-Universität München.

Das Musical zeigt zunächst die Kindheit von den Geschwistern Scholl und ihre damals positive Einstellung gegenüber Hitler. Durch einige Vorkommnisse in der HJ und im BDM wurden sie jedoch immer skeptischer gegenüber dem NS-Regime.

Danach folgten weitere wichtige Schritte, die zur Gründung der „Weißen Rose“ und ihrer Entwicklung beitrugen. Zudem gab es einige Einblicke in die Zukunft, bei denen die Mitglieder verhört wurden. Als Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 beim Austeilen des 6. Flugblattes vom Hausmeister gesehen wurden, meldete dieser sie umgehend der Gestapo. Daraufhin wird im Musical das Verhör von einigen Mitgliedern gezeigt und es werden ihre Abschiedsbriefe an ihre Familien vorgelesen, die sie wenige Stunden vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943 verfassten.

Beim Stück wurde das Licht sehr vielfältig eingesetzt, die Gefühle wurden anschaulich durch Lieder geschildert und es wurde sogar das Publikum einbezogen. Als Zuschauer fühlte es sich so an, als würde man an dem Geschehen teilnehmen, als die Schauspieler sich durch die Gänge bewegten und zum Klatschen bzw. Protest animierten.

Besonders bewegend war die Darstellung der Geschwister Sophie und Hans Scholl. Das Musical zeigte ihren mutigen Widerstand gegen das NS-Regime auf eindrucksvolle Weise. Vor allem die letzten Worte und Briefe der Widerstandsgruppe haben uns sehr berührt. Diese Szenen hinterließen einen bleibenden Eindruck und regten zum Nachdenken an.

Insgesamt war der Musicalbesuch eine interessante, lehrreiche und emotionale Erfahrung, welche die Geschichte auf besondere Weise lebendig werden lässt.

Was wir mitgenommen haben, ist: Es lohnt sich, für die eigenen Überzeugungen zu kämpfen!

Elena, 9d

(Lana, Elisabeth und Maja)